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Flirt Tipps für Singles

Ehrlich sein, zuhören, Interesse zeigen:
Flirten ist kein Buch mit sieben Siegeln
Endlich den Traumpartner für romantische und aufregende Stunden in trauter Zweisamkeit finden, zusammen lachen, träumen und die Zukunft planen – danach sehnen sich viele Singles. Hier kann dieser Wunsch Wirklichkeit werden. Doch etliche Menschen wissen nicht genau, wie sie sich im Internet präsentieren sollen und fürchten, beim Flirten zu versagen. Keine Bange: Mit ein wenig Vorbereitung, Mut und vor allem Ehrlichkeit steht der großen Liebe nichts im Wege.

Das richtige Foto: Lächeln ist Trumpf

Beim Aussuchen des passenden Fotos für die Anzeige auf flirt16.de stehen viele User vor der Qual der Wahl. Was für ein Bild könnte andere Menschen ansprechen? Welches Foto schmeichelt, hat Charme und das gewisse Etwas? Wer einmal einem Profifotograf bei der Arbeit über die Schulter gucken durfte, wird beobachtet haben, dass es mitunter eine gute halbe Stunde dauert, bis die besten Fotos im Kasten sind. Deshalb sind Zeit und ein wenig Geduld das beste Handwerkszeug für das ideale Kontaktbörsen-Foto. Einen Profi zu konsultieren, ist aber nicht zwingend notwendig. Viel besser und preiswerter ist es, sich mit einem guten Freund oder Bekannten zu verabreden und ihn zu bitten, mit einer gut auflösenden Digitalkamera ein schönes Bild zu knipsen. Denn Fotos, die mittels Selbstauslöser gemacht wurden, wirken nicht selten verkrampft und unecht.

Haben Sie ruhig Spaß an der kleinen Fotosession: Lachen Sie, seien Sie entspannt, geben Sie sich so, wie sie sind. Suchen Sie sich zuvor Kleidung aus, in der Sie sich wohl fühlen und die zu ihnen passt. Ein zu dickes Make Up bei den Damen und machohafte Posen bei den Herren der Schöpfung mögen zwar zunächst die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, wirken aber unnatürlich und schaffen unerwünschte Distanz. Ein lockeres Lächeln und ein offener Blick in die Kamera hingegen können bei den potenziellen Flirtpartnern wahre Wunder wirken.

Da die meisten Menschen es sich mit dem Beurteilen der eigenen Fotos schwer tun, ist es ratsam, Freunde, Verwandte und Bekannte die Auswahl mitbestimmen zu lassen. Wichtig ist dabei auch, dass ein aktuelles Bild verwendet wird. Kinderfotos sind zwar niedlich, doch die User wollen sehen, wen sie jetzt vor sich haben – zu Recht! Daher: nur Mut zum eigenen Foto. Tabu ist es natürlich, Bilder eines anderen Menschen hineinzustellen, um die eigenen Chancen zu erhöhen. Bei solchen Tricks beginnt eine neue Beziehung mit einer Lüge. Das ist keine gute Basis und geht in den meisten Fällen schief, da Sie beim ersten Treffen in großer Erklärungsnot sind.


Das Profil: Nicht kleckern, aber auch nicht klotzen

Das persönliche Profil sollte möglichst aussagekräftig ausfallen. Je mehr die User über Sie erfahren, desto schneller spüren sie, ob Sie zueinander passen könnten. Neben den üblichen Standard-Daten verleihen Informationen über Hobbys und Interessen einem Profil Charakter und Individualität. Allerdings ist auch hier Ehrlichkeit das A und O. Fallschirmspringen und Abenteuerurlaube im Dschungel Brasiliens sind zweifellos aufregende Hobbys – allerdings bleiben sie nur dann aufregend, wenn sie auch in Wirklichkeit stattfinden. Jemand, der derartige Hobbys erfindet – und Unwahrheiten treten immer irgendwann ans Licht – wirkt alles andere als aufregend. Hobbys müssen nicht exotisch sein. Die meisten Menschen betreiben „normale“ Hobbys. Ihnen lässt sich Spritzigkeit verleihen, wenn Sie erwähnen, warum sie sich für genau diese Hobbys entschieden haben und was sie daran lieben. Auch die persönlichen Interessen wie Filme oder Musik sollten detailliert beschrieben werden. Die Sprache darf locker und unkonventionell sein. In Kontaktanzeigen geht es schließlich nicht darum, Aufsatz-Noten zu ergattern, sondern sich selbst zu präsentieren. Die Rechtschreibung zu überprüfen, schadet dennoch nicht. Denn auch eine gut lesbare, korrekte Schreibe macht einen guten Eindruck.

Die persönlichen Eigenschaften: Blicken Sie tief und erfreuen Sie sich daran

Beim Aufzählen der persönlichen Eigenschaften sind viele Menschen erst einmal überfragt und neigen zu nichtssagenden, beliebigen Schnellschüssen wie „nett“, „lieb“, „lustig“. Auch bei diesem Punkt lohnt es sich, inne zu halten und die Vergangenheit Revue passieren zu lassen. Versuchen sie in Ruhe, Antworten auf folgende Fragen zu finden. Welche Eigenschaften schätzt Ihre Familie besonders an Ihnen? Was haben Ihre früheren Partner an Ihnen geliebt? Welche moralischen Grundfesten wie Ehrlichkeit, Treue oder Verlässlichkeit sind Ihnen wichtig? In welchen Situationen waren Sie besonders stark und haben sich bewährt? Bei dieser Reise in die eigene Persönlichkeit trifft man automatisch auch auf die Schattenseiten. Lassen Sie sich davon aber nicht beirren. Jeder Mensch hat seine kleinen Macken und Schwächen; und gerade Schwächen können auch sympathisch wirken. Notieren Sie anschließend, was Sie als Mensch unvergleichlich macht und versuchen Sie, treffende Formulierungen dafür zu finden. Wenn Sie sich diesbezüglich unsicher sind, dann zeigen Sie ihre Liste einem engen Vertrauten. Erkennt er sie darin wieder, liegen Sie richtig.

Wie in allen Bereichen der Kontaktanzeige haben auch bei den persönlichen Eigenschaften Lügen äußerst kurze Beine. Niemand ist perfekt, also erwartet auch niemand einen perfekten Charakter. Wenige, gute Eigenschaften, auf die Verlass ist, sind besser als ein unhaltbarer Helden-Katalog.


Nun wird es ernst: Der erste Chat

In der Regel trudeln nach dem Freischalten des Kontaktprofils rasch die ersten Anfragen von Interessenten ein – Bahn frei für den ersten gemeinsamen Chat. Ein Chat ist eine Internet-Unterhaltung in Echt-Zeit. Unterschied zum echten Gespräch: Es wird nicht gesprochen, sondern schriftlich kommuniziert – und das birgt seine Tücken. Das geschriebene Wort wirkt immer stärker als das gesprochene; zudem muss der Text ohne Stimme, Augenzwinkern oder Lächeln auskommen. Deshalb haben die Internetuser die Smileys empfunden. Sie signalisieren wahlweise ein Lächeln, Grinsen, Lachen oder auch ein fragendes oder trauriges Gesicht. Smileys gibt es in unzähligen Varianten und sollten wohl dosiert eingesetzt werden. Zu viele verschiedene Smileys können in einem Chatverlauf unseriös, infantil und nervig wirken; gleichzeitig ist es aber bei doppeldeutigen Passagen unverzichtbar, die Bedeutung des Satzes mit einem Smiley zu kennzeichnen, um Missverständnissen vorzubeugen. Machen Sie sich deshalb vor dem ersten Chat mit dem Verwenden der Smileys vertraut, damit sie Ihnen beim Chatten leichter von der Hand gehen.

Ansonsten aber ist ein Chat mit einem echten Gespräch gleichzusetzen. Zuhören ist ebenso wichtig wie ein respektvolles, höfliches Miteinander. Einen Flirtpartner mit verbalen Annäherungen zu überfallen ist ebenso unpassend wie eine zu starke Zurückhaltung, die sich in knappen, leblosen Sätzen ohne Emotionen widerspiegelt.

Gezielte Fragen nach dem Leben und Charakter des Menschen am anderen Ende der Internetleitung bringen Gespräche in Fahrt. Lassen Sie Samthandschuhe agieren und tasten Sie sich langsam vor. Fragen zum Beruf, der Heimatstadt, begehrten Reisezielen und Hobbys sind unverfänglich und stellen gleichzeitig ein lebendiges Interesse am anderen Menschen dar. Neugierige Fragen nach früheren Beziehungen, schlechten Erfahrungen, Krankheiten oder gar sexuellen Vorlieben gehören nicht in das erste Chat-Gespräch – es sei denn, der Partner steuert gezielt darauf hin.

Das Chatgespräch sollte ein lebendiges Geben und Nehmen sein. Langatmige Monologe über persönliche Interessen und Hobbys können potenzielle Partner in die Flucht schlagen. Achten Sie stattdessen darauf, dass ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Ihren beiden Textteilen besteht und vermeiden Sie es, zu viel ungefragt über sich selbst zu erzählen.

Geduld ist auch im Chat eine Tugend. So verlockend es auch sein mag, nach dem ersten Gespräch Nägel mit Köpfen zu machen und eine echte Verabredung zu treffen: Lassen Sie dem anderen Zeit und fragen Sie bei gutem inneren Bauchgefühl, ob es möglich wäre, sich ein zweites Mal im Chat zu treffen oder sich per Email auszutauschen. Das macht einen weitaus besseren, vertrauenserweckenderen Eindruck als ein begieriges Drängen auf ein reales Date.


Das geht gar nicht: Die Wahrheit über Aufreißsprüche, Nacktfotos und Anzüglichkeiten

Das Internet ist zweifellos ein lebendiger, freier Raum, das vielen bunten Vögeln ein Zuhause bietet. Individualität ist auch beim Flirtcafé erwünscht – keine Frage. Denken Sie trotzdem daran, dass gewisse Dinge in einer Kontaktanzeige und in einem Profil nichts verloren haben. Nacktfotos zum Beispiel sind in einem Profil deplaziert und verletzen die Respektzone des Gegenüber. Sie würden sich schließlich auch nicht nackt in ein öffentliches Café setzen, zumal Nacktfotos kaum ernsthafte Interessenten anlocken werden. Wer auf eine Anzeige mit Nacktfoto reagiert, wird ein rein sexuelles Treffen beabsichtigen und keine dauerhafte Beziehung ansteuern. Heben Sie sich das Geheimnis unter der Verpackung also ruhig für spätere stille Stunden zu zweit auf.

Ebenfalls in die Sparte der No-Gos fallen platte Aufreißsprüche oder eine sexistische, pornografische Schreibe im Chat. Sie werden auf Ablehnung, Erzürnung und Desinteresse stoßen – ganz zu schweigen davon, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist und bei verbaler sexueller Belästigung im Ernstfall juristische Sanktionen drohen.
Auch Aufdringlichkeiten sollten vermieden werden. Hat ein Flirtcafé-Mitglied einen Kontakt mit Ihnen beendet und wüscht keine weiteren Chats mehr, so sollten sie das schweren Herzens respektieren. Schließlich ist es ein Leichtes, andere Menschen kennen zu lernen. Dauerhaftes Nachstellen gilt jedoch als Stalking und hat mit Liebe oder Interesse nichts mehr zu tun.

Und nun: Durchatmen und loslegen

Flirten ist also tatsächlich kein Buch mit sieben Siegeln. Bei Beachtung der oben genannten Tipps und ein wenig Mut könnten Sie schon rasch eine bunte Horde Schmetterlinge in Ihrem Bauch beheimaten. Trauen Sie sich – jetzt!




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